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In Clinton County, einem Landkreis von Ohio, wo viermal so viele Menschen Donald Trump in den Vorwahlen ihre Stimme gegeben haben, wie Hillary Clinton, stellt sich Michael Moore auf eine Bühne. Wir erinnern uns, Michael Moore ist der Dokumentarfilmer, der Bowling for Columbine und Fahrenheit 9/11 gemacht hat und seinen Filmen stets Diskussionen in der amerikanischen Gesellschaft auslöst.

Die Bühne steht in der Stadt Wilmington, deren Nachbardorf New Vienna heißt. Dieser Umstand hat weder mit dem Inhalt, noch hat er irgendwas zu tun mit Moores Auftritt.

 

Das Geschenk TrumpLand

TrumpLand ist ein unerwartetes Geschenk an Hillary Clinton und eine wahrscheinlich unliebsame Oktober Überraschung für Donald Trump, der den Film anscheinend nicht gesehen hat.
Trump sollte sich den Film jedoch in voller Länge ansehen, statt aufgrund eines Tonzusammenschnitts, der Moores Aussagen komplett aus dem Zusammenhang gerissen hat, der Kernaussage von „Michael Moore in TrumpLand“ zuzustimmen.

 

 

 

Aber das würde bedeuten, er hätte begriffen, dass selbst seine Anhänger Aussagen von ihm angefangen haben zu hinterfragen.

Mauern und Drohnen

Neben kleinen Einlagen in Richtung der von Trump versprochenen Mauer zu Mexiko und Drohnen die auf Muslime „aufpassen“, glaubt Michael Moore, dass Hillary Clinton so überraschen könnte, wie der neue Papst Franciskus. Der hat nämlich für große Augen gesorgt, als er zum Beispiel gesagt hat, dass die Kirche bei Homosexuellen um Vergebung bitten sollte wegen der Diskriminierung, die sie begleitet hat.

Die Medien haben alles Mögliche und Unmögliche über beide zur Wahl stehenden Kandidaten gebracht, um Emotionen zu wecken und Einschaltquoten zu steigern. Um hier nicht Altes aufzuwärmen, ist Moore einen sehr direkten Weg gegangen: Er spricht seine Zuschauer direkt an.

Moore hat in seiner One-Man-Show natürlich bemerkenswerte Tatsachen dargelegt, die man schon entweder aus seinen Filmen oder den Medien kennt, aber was er hauptsächlich getan hat, war eine emotionale und vor allem menschliche Geschichte zu erzählen.

Das Lachen im Hals

Selbstverständlich fehlen in diesem Film große Schenkelklopfer und erstaunliche Erkenntnisse, denn TrumpLand ist eine Erklärung und keine Aufklärung. TrumpLand ist eine mögliche Erklärung dafür, warum so viele Menschen Donald Trump wählen wollen, trotz all dem was man über ihn weiß, und warum dieselben Menschen Hillary Clinton nicht wählen möchten. Es ist aber vor allem eine Erklärung dafür, dass wenn man eine Wahl zu einem Denkzettel macht, die Folgen länger als ein paar Tage oder einen Monat bleiben.

 

Von Michael Moore ist man keine Stand-Up-Show gewohnt. Die Intention hinter diesem Film ist klar: Geht wählen! Am besten Hillary Clinton, weil die Alternative genauso unberechenbar sein könnte, wie der ganze Wahlkampf bisher. Damit stärkt Michael Moore der Kandidatin den Rücken, der er in der Vorwahl nicht die Stimme gegeben hat. Hillary Clinton kann nur hoffen, dass viele dem Beispiel von Michael Moore folgen.

 

Film-Wertung

Ist TrumpLand wirklich sehenswert: Jain. Ist er sehenswerter als seine anderen Filme: nein.

Gemessen am Faktor Sehenswürdigkeit, bekommt TrumpLand 3 von 7 möglichen Ausrufezeichen, für eine emotionale, stellenweise holprige und überraschende Rationalisierung einer Präsidentschaftswahl, die für sich nicht rational zu erklären ist.

 

 

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Quellen:

TrumpLand | http://deine.ws/2eV2HA2

TrumpLand auf iTuneshttp://itunes.com/trumpland

Bowling for Columbine | http://amzn.to/2eQCC4o

Fahrenheit 9/11 | http://itunes.com/fahrenheit911

Kirche sollte homosexuelle um Vergebung bitten | http://deine.ws/2eUXRCQ

Werbewert der Berichterstattung | http://deine.ws/2fjjiNI

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