Der US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 wird weltweit wohl mittlerweile auch als der Intelligenztest für die amerikanische Bevölkerung angesehen.
Als finale Kandidaten für eine der mächtigsten Positionen der Welt treten zwei eher ungleiche Personen gegeneinander an.

Die Kandidaten im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016

Die eine Person hat Recht studiert, hat Klienten vor Gericht verteidigt, wurde in mehrere Ämter gewählt, hat eine sehr erfolgreiche (welt-)politische Laufbahn hinter sich, verbrachte bereits acht Jahre im Weißen Haus und die andere Person wird als Gefahr für die Menschheit angesehen, sollte sie in das Amt gewählt werden. Die zweite Person fragt gerne, wie es denn um die nuklearen Waffen der USA bestellt ist, ob sie einsatzbereit sind und behauptet, dass sie die Wahlen auch gewinnen würde, wenn sie auf der 5th Avenue in New York City jemanden auf offener Straße einfach so erschießen würde.

Die erster Person ist Ex-US-Außenministerin Hillary Clinton und die zweite Person ist der Selbstinszenierer Donald J. Trump.

Und selbst wenn man bisher keine Ahnung von diesen beiden sehr ungleichen Kandidaten hat, kann man sich in der ersten von drei großen Debatten der beiden ein Bild machen:

Präsidentschaftsdebatte

Unter dem Strich wird einem nach dieser Präsidentschaftsdebatte, die von 81 Millionen AmerikanerInnen verfolgt wurde, durchwegs bewusst: Einer der beiden Kandidaten hat sich tatsächlich gar nicht darauf vorbereitet. Und Hillary Clinton war nicht diejenige, die damit sogar im Vorfeld angegeben hat.
Sogar die Taliban haben sich in einem Statement zur Ignoranz und Inkompetenz von Donald Trump geäußert.

Wenn man aber die Debatte aufmerksam verfolgt hat und etwas hinterfragt, kommt einem unweigerlich ein Gedanke in den Sinn. Nein, nicht das Trump durchschnittlich alle 2,8 Minuten eine unwahre Behauptung quer durch die Sendung aufgestellt hat. Was wäre eigentlich, wenn Donald Trump kein Mann sondern eine Frau wäre? Daisy Trump, die unwahrscheinliche Präsidentschaftskandidatin.

Daisy Trump

Daisy Trump

Daisy Trump

„Stellen Sie sich eine Frau vor, die komplett unvorbereitet [zu einer Präsidentschaftsdebatte] auftaucht, wie eine Koks-Süchtige herumschnieft und ihren Gegner 51-mal unterbricht. Weiters stellen Sie sich vor, dass sie von drei Männern fünf Kinder hat, eine wiederholte Ehebrecherin ist, mehrfach Konkurs angemeldet hat, keine (Bundes-)Steuern bezahlt und sich über die Immobilienkrise freute, in der tausende Familien ihr Zuhause verloren haben.
Moment … eines noch: Sie hatte noch nie in ihrem Leben ein öffentliches Amt inne.“ (Zitat ursprünglich von – Michelle Vitale / SaraLynnMichener -)

 

 

Es wird einem bewusst, dass dies eine unwahrscheinliche Präsidentschaftskandidatin wäre. Noch unwahrscheinlicher als es die tatsächliche Nominierung Trumps gewesen ist.
Vor allem wenn man in Anbetracht nimmt, dass die Republikanische Partei Amerikas, die zu 89 % von Männern im Senat vertreten wird, sich eine herabwürdigende Haltung Männern gegenüber, nicht gefallen lassen würde.

 

 

Update 19.10.2016: Erweiterung der Quellenliste und Verlinkung im Text. Ein paar Grammatikfehler beseitigt. Danke Stefan für deine wertvollen Hinweise.

 

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Quellen:

Global Risk (September) | http://deine.ws/2dMvN35

nukleare Fragen | http://deine.ws/2dMsUiV

5th ave | http://deine.ws/2dMt75u

Selbstinszenierer Donald J. Trump | http://deine.ws/2ef9BSF

Debattenanalyse | http://deine.ws/2dHUtdL

Taliban schauen zu | http://deine.ws/2dHVRx8

Ursprung des Memes | http://deine.ws/2dHWc2P

Ursprung des Memes | http://deine.ws/2dib0XK

Frauen im amerikanischen Senat | http://deine.ws/2dHVNNU

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